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20 Jahre Postremise – das ist kein Zufall
Ein historisches Theatergebäude, eine beharrliche Idee und viel Raum für Experimente: Seit 20 Jahren ist die Postremise in Chur ein Ort, an dem unterschiedlichste künstlerische Formen aufeinandertreffen. Mit zwei Bühnen, rund 120 Veranstaltungen pro Jahr und einem offenen Kulturverständnis hat sich das Haus zu einer wichtigen Plattform für die kulturelle Vielfalt Graubündens entwickelt. In diesem Jahr feiert sie ihr Jubiläum.
Seit 2006 ist die historische Postremise wieder ein Ort der Kultur in Chur. Dass dieses freie Kulturhaus zwei Jahrzehnte später noch bestehen würde, war damals kein Ziel – doch es ist kein Zufall. Von Beginn an musste sich das Gründungsteam um Regisseur Manfred Ferrari und den Chorleiter und Musiker Heinz Girschweiler auf einen langen Weg mit Widerständen einstellen. Vieles musste über Jahre erstritten werden. Darunter auch das von Ferrari und Girschweiler sogenannte «Wunder von Chur» – der mit viel Eigenleistung und engagierten Mitwirkenden im Hintergrund realisierte Umbau des verschachtelten Gebäudes zu einem mittelgrossen Theater- und Veranstaltungshaus im 2013.
Heute wird die Postremise gemeinsam mit der Theaterfrau und Betriebsleiterin Romana Walther in einem kompetenten Dreierteam geführt. Geblieben sind die Hartnäckigkeit in der Entwicklung des Hauses sowie die Freude an neuen Präsentationsformen und künstlerischen Experimenten – Qualitäten, die wesentlich zum Erfolg der Postremise beigetragen haben. Nach zwei Jahrzehnten Betrieb wird diese Arbeit durch Leistungsvereinbarungen mit der Stadt Chur und dem Kanton Graubünden sowie durch Beiträge der Stiftung Dr. Valentin Malamoud und der Graubündner Kantonalbank anerkannt – damit ist die Grundfinanzierung des Hauses gesichert.
Das Selbstverständnis der Postremise war von Anfang an jenes eines offenen, professionell geführten Kulturzentrums, das wie ein grosses Fenster in die kulturelle Vielfalt Graubündens wirken soll. Das rund zehnköpfige Team aus Leitung, Backoffice, Technik, Bar und Reinigungsdienst verfolgt dieses Ziel bis heute: eine lebendige, inklusive und niederschwellige Plattform zu schaffen. Die Postremise richtet sich mit diesem Konzept sowohl an die regionale Kulturszene als auch an Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Schweiz. Von besonderer Bedeutung ist den Mitarbeitenden eine möglichst breite aktive und passive kulturelle Beteiligung der Bevölkerung der Stadt Chur und der Region – vom professionellen Kulturschaffen bis hin zum engagierten Amateurschaffen. Die Postremise und ihre Betriebsidee sind im Kanton einmalig und werden von nationalen und internationalen Künstler:innen geschätzt und hoch angesehen.
Gerade weil das Haus flexibel, offen und unkonventionell arbeitet, gelingt es ihm, unterschiedlichste Formate zu ermöglichen. Mit zwei Bühnen und moderner technischer Infrastruktur bietet die Postremise ideale Voraussetzungen für Gastspiele, Eigenproduktionen, experimentelle Projekte sowie für Kooperationen und Vermietungen. Pro Jahr finden rund 120 Veranstaltungen statt, darunter rund 20 Eigenveranstaltungen. Zusammen mit Proben-, Auf- und Abbautagen ist das Haus an über 200 Tagen im Jahr belegt und damit praktisch an seiner Kapazitätsgrenze. Das 20-Jahre-Jubiläum ist jedoch nur ein Etappenziel. In den kommenden Jahren will das Leitungsteam die Postremise als Ort des kreativen Zusammenspiels von professionellen, unterhaltsamen und anspruchsvollen Projekten weiterentwickeln – als Raum für gesellschaftlichen Diskurs und kulturelle Auseinandersetzung. Der Anspruch bleibt, die Postremise als zeitgemässes Kulturgefäss in die Zukunft zu führen.
Jubiläumsvorstellungen der Postremise mit CHF 5.- ChurCard-Eintrittsvergünstigung:
- Di. 02. Juni 19.30h: UND IMMER SINGEN DIE AHNEN MIT. Die Bündner Mezzosopranistin Maria Riccarda Wesseling auf der Suche nach ihrem inneren Fundus. Mit dem Akkordeonvirtuosen Goran Kovačević.
- Do. 17. September 19.30h: MAYBE A CONCERT von und mit Raissa Avilés. Ein ungewöhnliches Konzert, das weit über reine Musik hinausgeht.
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Chur Kultur
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