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Tilla Theus wird mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet
Auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission zeichnet das Bundesamt für Kultur 2026 die Architektin Tilla Theus (*1943, Chur) mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim aus. Gewürdigt wird ihr prägendes architektonisches Werk und ihr wegweisender Umgang mit historischer Bausubstanz. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2026 in Basel in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt. Im Anschluss wird die Ausstellung Swiss Art Awards eröffnet.
Der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim zeichnet seit 2001 herausragende Persönlichkeiten aus Kunst, Architektur, Kritik und Ausstellungswesen aus.
Tilla Theus
Tilla Theus, 1943 in Chur geboren, ist eine Pionierin der Schweizer Architektur und eine Schlüsselfigur der Schweizer Postmoderne. Sie hat die Architekturgeschichte des Landes mit ihrem einzigartigen Werk geprägt und ist die erste Architektin, die allein mit dem Schweizer Grand Prix Kunst ausgezeichnet wird. Die Eidgenössische Kunstkommission würdigt ihre vorbildliche Arbeit im Umgang mit historischer Bausubstanz und beim Bauen im Bestand. Im Kontext einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Architektur sind solche Ansätze heute besonders relevant.
Unmittelbar nach ihrem Studienabschluss an der ETH Zürich 1969 eröffnet sie ihr Architekturbüro. Vor dem Hintergrund der puristischen, funktionalen Architektur ihrer Zeit entwickelt sie eine Architektursprache, die von Farben, Ornamenten und Stimmungen geprägt ist. Dieses zunächst umstrittene Konzept setzt sich nach und nach durch. Ihr erstes Projekt, eine Alterssiedlung in Mollis im Kanton Glarus (1970–1973) legt bereits die Grundlage ihrer Architekturphilosophie. Ihr berühmtestes Projekt ist das Fünfsternehotel Widder in Zürich (1985–1995), das aus dem Umbau von acht alten Häusern am Rennweg entstanden ist. Weitere bedeutende Projekte von Tilla Theus sind die Polizeiwache an der Rathausbrücke in Zürich (1985–1993), das Restaurant Weisshorn in Arosa (2006–2012) und der Hauptsitz der FIFA in Zürich (2003–2006). 2023 wurde sie mit dem Bündner Kulturpreis ausgezeichnet. Bis heute führt sie ihr Büro und pendelt dabei zwischen Graubünden und Zürich.
Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim
Der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2026 wird zusammen mit den Schweizer Kunstpreisen im Rahmen der Ausstellung Swiss Art Awards am 15. Juni 2026 in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in Basel vergeben.
Die Preisträgerin und die Preisträger werden in einer Publikation mit aktuellen Interviews vorgestellt. Die Ausstellung Swiss Art Awards in der Messe Basel, Halle 1.1, wird am 15. Juni 2026 eröffnet und kann während der Art Basel vom 16. bis 21. Juni 2026 besucht werden. www.swissartawards.ch / www.schweizerkulturpreise.ch
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Chur Kultur
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