Wie Sprache die Welt erfindet
Wie Sprache die Welt erfindet

Kunst allgemein

Lesung "Wie Sprache die Welt erfindet" m.U.A. Shamani, V.Todisco u. G.O. Cadonau

Bündner Kunstmuseum, Chur

Lesung "Wie Sprache die Welt erfindet" mit U.A. Shamani, Vincenzo Todisco und G. Olinda Cadonau

Die Sprach- und Kulturlandschaft Graubündens dient als Ausgangspunkt der Ausstellung «Wie Sprache die Welt erfindet». Das Bündner Kunstmuseum greift damit ein Hauptthema menschlicher Kultur auf und verortet diese regionale Ausprägung in globalen Zusammenhängen. In der Fokussierung auf eine Auswahl an Werken nationaler und internationaler Kunstschaffender sowie an historischen Artefakten aus Graubünden wird die Bedeutung von Sprache und Erzählung in Gemeinschaft und Gesellschaft beleuchtet.

Die Ausstellung geht von sprachlichen Dokumenten aus Graubünden aus, wie dem Reisetagebuch des Lumbreiners Gion Casper Collenberg aus dem 18. Jahrhundert. Für das Meer existiert damals im Rätoromanischen zwar das Wort «la mar», jedoch fehlen Ausdrücke für Ebbe und Flut. Collenberg greift in seinem Tagebuch auf ein Naturereignis zurück, das in den Bündner Bergen wohlbekannt ist. Er beschreibt einen Bach, dessen Pegel sich bei Regen erhöht und später wieder senkt. «So verhält es sich beim Meer.», schreibt er. Die Ausstellung «Wie Sprache die Welt erfindet » beleuchtet die Kraft der Sprache, Vorstellungen zu schaffen, fiktive Erzählungen hervorzubringen und somit unsere Sicht auf die Welt zu lenken. In den Werken von Kunstschaffenden wie Not Vital, Erica Pedretti, Thomas Hirschhorn, Marcel Broodthaers, Ian Hamilton Finlay oder Susan Hiller verbinden sich Themen wie kulturelle Identität, politische Narrative, Migration oder Sprachwandel. Das allumfassende Thema wird innerhalb diverser Zeitenwenden betrachtet und zeigt, wie Sprache die Art und Weise beeinflusst, wie wir denken, handeln und die Welt verstehen.

Zur Ausstellung erscheint im Distanz Verlag eine reich bebilderte Publikation mit literarischen Texten von Gianna Olinda Cadonau, Asa S. Hendry, Marina Skalova, Joachim B. Schmidt, Usama Al Shahmani, Vincenzo Todisco, Ivna Žic, einer Einleitung von Stephan Kunz sowie einem Essay von Damian Jurt.

Die Ausstellung zeigt Werke von Carl Andre, Arman, Hans Arp, Irma Blank, Marcel Broodthaers, Alois Carigiet, Christo, Gion Casper Collenberg, John Furnival, Gilbert & George, Eugen Gomringer, Ian Hamilton Finlay/David Ballantyne, Susan Hiller, Karla Hiraldo Voleau, Thomas Hirschhorn/Marcus Steinweg, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Vincent Huidobro, Bethan Huws, Marcel Janco, Pascal Lampert, Maude Léonard-Contant, Annette Kelm, Jan Kiefer, Barbara Kruger, Bruce Nauman, Seiichi Niikuni/Pierre Garnier, Meret Oppenheim, Hans Op de Beeck, Erica Pedretti, Augustas Serapinas, VALIE EXPORT, Francis Picabia, Julien Prévieux, Dieter Roth, Kurt Schwitters, Zineb Sedira, André Thomkins, Nora Turato, Tristan Tzara, Jacques de la Villeglé, Not Vital, Kemang Wa Lehulere, Ruth Wolf-Rehfeldt/Robert Wolf-Rehfeldt

Eine Anmeldung über die Homepage https://kunstmuseum.gr.ch/de/Seiten/start.aspx ist erforderlich.

Datum

14.3.2024   19:00 - 20:00 Uhr

Preis

Erwachsene: CHF 15.00 / CHF 12.00*
Kinder, Jugendliche bis 16 Jahre: gratis
* ermässigt: AHV, Lehrlinge, Studierende bis 26 Jahre

Adresse

Bündner Kunstmuseum
Postplatz
7000 Chur

Kontakt

Bündner Kunstmuseum Chur
Bahnhofstrasse 35
7000 Chur
info@bkm.gr.ch
081 257 28 70 (Museum)

Kategorie

  • Kunst allgemein

Webcode

www.chur-kultur.ch/BEf9hW